Fürst von Metternich

Wer war der Fürst von Metternich?

Clemens Wenzel Fürst von Metternich entstammte einer österreichischen Adelsfamilie und war ab 1821 Staatskanzler im Kaisertum Österreich. Unter Metternichs Leitung fand zwischen 1814 und 1815 der Wiener Kongress statt. Zudem fungierte Metternich als politischer Ausgestalter der Heiligen Allianz, die die ursprünglichen politischen Zustände in Europa wieder herstellte.

Der Wiener Kongress

Nach Napoleon Bonapartes Sturz im Frühjahr 1814 wurde der Erste Pariser Frieden geschlossen. Er beendete den Russisch-Deutsch-Französischen Krieg. Laut Friedensvertrag sollten alle am Krieg beteiligten Staaten zusammentreten um unter der Schirmherrschaft des Fürsten von Metternich eine dauerhafte Neuordnung Europas zu beschließen. Dieses Treffen, das von Metternich dominiert wurde, sollte als “Wiener Kongress” in die Geschichte eingehen.
In diesem Rahmen wurde 1815 der Deutsche Bund ins Leben gerufen. Mit diesem Staatenbund als Bestandteil einer neuen europäischen Friedensordnung wollte man die Rückkehr zur absolutistischen Herrschaft, die Restauration, erreichen. Die Deutsche Bundesakte stellt somit eines der Hauptergebnisse des Wiener Kongresses dar.

Ergebnisse

Kaffehäuser erlebten zur Zeit von Fürst von Metternich ihre Beliebtheit bei den Bürgern.

Kaffeehäuser gewannen zur Zeit von Fürst von Metternich an Beliebtheit bei den Bürgern.

Der Fürst von Metternich erwirkte unter anderem den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund. Zudem gelang es ihm, eine Pentarchie zu erzielen, ein Gleichgewicht zwischen den 5 Großmächten in Europa (Frankreich, Preußen, Österreich, Großbritannien und Russland). Zusätzlich entstand 1815 das sogenannte Metternich’sche System. Dabei handelte es sich um Maßnahmen, mit denen der Fürst die Staatsbürger unter Kontrolle halten wollte. Metternich setzte vor allem auf das Spitzelwesen und die Zensur. Der Ausdruck “Metternich’sches System”, der von den politischen Gegnern des Fürsten geprägt wurde, gilt bis in die heutige Zeit als der Inbegriff für die Unterdrückung von Demokratie, Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Die Bürger durften sich nicht politisch engagieren, das öffentliche Leben wurde auf Schritt und Tritt überwacht, aufgrund der staatlichen Kontrolle war es gefährlich, Kritik zu üben, weshalb sich viele Bürger zunehmend ins Privatleben zurückzogen. Der Bürger wurde infolge dessen zum Träger der Kultur. Man besuchte Theater und Kaffeehäuser, die ersten Vereine wurden gegründet, man befasste sich mit Malerei und richtete sich sein Heim, in dem sich nun der Großteil des Lebens abspielte, gemütlich ein. Bei dieser Lebensform spricht man heute vom “Biedermeier”.

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