Europa

Etwa seit dem 5. Jahrhundert vor Christus wird das heute bekannte Gebiet vom griechischen Völkerkundler Herodot als “Europa” bezeichnet.

Griechenland als erste Hochkultur

Das Zeitalter der Antike wird von Griechenland um 1200 v. Chr. begründet. Diese erste Hochkultur Europas schafft allgemeine Grundlagen in Philosophie, Naturwissenschaft und Kunst. Abgelöst wird die griechische Hochkultur durch das römische Reich, welches 380 das Christentum zur Staatsreligion erklärt, bereits ab dem selben Zeitpunkt durch die Völkerwanderung geschwächt wird und bis etwa 700 n. Chr. auf wechselnden Territorien Herrschaft ausübt.

Frühes und spätes Mittelalter

Das Christentum verbreitet sich anschließend über ganz Europa. Karl der Große und sein Frankenreich dominieren in dieser Zeit den Kontinent. Nach dessen Zerfall bilden sich unter anderem Frankreich und das Heilige Römische Reich heraus. Mit der Entdeckung Amerikas 1492 und dem Beginn der Reformation 1517 endet das Mittelalter in Europa.

Renaissance und Aufklärung

In der Renaissance gewinnen europäische Monarchien an Einfluss. Spanien, Portugal, Frankreich und England bauen weltweite Imperien auf. Mit der Aufklärung vollzieht sich eine Schwächung der Kirche, Preußen gelingt neben Österreich der Aufstieg zur Großmacht. Der Sturm auf die Bastille ist der Beginn der Französischen Revolution, in dessen Folge 1799 Napoleon Bonaparte die Macht übernimmt. Napoleon steht für Gewaltenteilung und Demokratisierung der Gesellschaft, führt aber auch Kriege und erobert den halben Kontinent.

Wiener Kongress und Deutscher Bund

Eine Koalitionsarmee aus Preußen und Großbritannien besiegt Napoleon endgültig in der Schlacht von Waterloo. Der Wiener Kongress unter der Leitung des österreichischen Außenministers von Metternich legt die Grundlagen für die Zukunft Europas. Deutschland organisiert sich im Deutschen Bund, einem losen Zusammenschluss vieler deutscher Einzelstaaten.

Neuere Geschichte – vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg

Die aktuelle Landkarte von Europa.

Die aktuelle Landkarte von Europa.

Industrialisierung, Nationalismus und Imperialismus prägen diese Epoche. Nach der Reichsgründung 1871 etabliert sich das Deutsche Reich als eine der wichtigsten Nationen Europas. Große Teile der Welt werden in Kolonien von Europa aus verwaltet. Nach dem Ersten Weltkrieg gewinnen in vielen Ländern antidemokratische Strömungen an Einfluss. Nazi-Deutschland erobert große Teile Europas, bevor die Alliierten 1945 siegen.

Aktuelle Situation – vom Zweiten Weltkrieg bis heute

Nach dem Zweiten Weltkriegs zerfällt Europa in einen demokratischen und kommunistischen Block. Mit dem Aufstieg der USA und Sowjetunion sowie dem Ende der Kolonialherrschaft verlieren die europäischen Staaten an Bedeutung. Der Fall der Berliner Mauer 1989 markiert das Ende der Ost-West-Konfrontation. Seitdem wächst Europa in Institutionen wie der Europäischen Union (EU) immer stärker zusammen.

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